Wie ist der Kreative Arbeitsprozess eines Designers ?

Materialität der Produkte, die Haptik der Produkte stehen im VordergrundWaMaterialität der Produkte, die Haptik der Produkte stehen im Vordergrunds hat das nun mit Einrichtung zu tun? Sehr viel. Denn was unsere Haut berührt, berührt uns.

Für mich gibt es keinen festen Ort oder Zeitpunkt, um kreativ zu sein. Es muss vieles zusammenkommen und es hilft, wenn man nicht durch den Büroalltag absorbiert wird.

Denn hier wird man leider oft mit Themen konfrontiert, die nicht viel mit Kreativität zu tun haben und die dann nur ablenken.

Deswegen schaffe ich es am besten auf Reisen, kreativ zu sein. Besonders gerne  schaue ich mi Hotelkonzepte an.

Zusätzlich sind die fremden Kulturen, denen man auf Reisen begegnet, immer eine große Inspiration.

A nächstes kommt dann die Materialität der Produkte ins Spiel, die Haptik der Produkte stehen im Vordergrund.

Bei mir gibt es kein bevorzugtes Material. Das Material muss vorrangig der Aufgabenstellung gerecht werden.

Ich schätze aber auch sehr den Kontrast zwischen Materialien und das was entsteht, wenn man sie miteinander kombiniert.

Deswegen arbeite ich auch gerne mit anderen Werkstoffen, die ganz unterschiedliche Eigenschaften haben können.

Es ist mir aber immer wichtig, dass das verwendete Material eine eigene Identität hat.

Haben Sie sich schon einmal Gedanken darüber gemacht wie Sie etwas buchstäblich begreifen?
Sie streichen über eine Oberfläche uwahrsten Sinne berührt.
Sie drücken mit dem Finger auf eine Fläche und erfahren seine Festigkeit und Konsistenz.
Sie umfassen einen Gegenstand und erkennen seine Dimension. Sie fahren die Konturen eines Objektes nach und erfassen seine Form.
Für diese komplexen Zuordnungen brauchen Sie lediglich Ihre Finger.

Helden?

Ich habe keine Helden. Und ich glaube auch nicht, dass es das perfekte Vorbild gibt. Aber es gibt einige Persönlichkeiten, die ich sehr schätze und die mich inspirieren. Die meisten kommen aus der Kunst oder der Architektur. Allerdings vermeide ich es immer, Namen zu nennen, da das schnell falsch verstanden werden kann, wenn man nicht alle Hintergründe kennt.

Stil?

Ich glaube nicht, dass ich meine Arbeit auf eine Stilrichtung reduzieren kann. Das gibt es heutzutage sowieso nur noch selten, dass jemand in einem einzigen Stil arbeitet. Von den verschiedensten Stilen findet sich wahrscheinlich von jedem etwas in meiner Arbeit. Bauhaus und seine Disziplin ist eine Grundeinstellung, und „form follows function“ ist eine Selbstverständlichkeit. Aber die Form an sich sowie gewisse Akzente sind auch wichtig, um den Charakter eines Produktes und seine Aussage zu formulieren. Da kommt dann ein postmoderner Gedanke ins Spiel, der dafür die nötigen Werkzeuge liefert. Landhaus inspiriert mich weniger als Stil, aber durch seinen Einsatz von Handwerk und klassischen Konstruktionen.

 

Andras Koos Innenarchitekt- Interior Designer

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Wohnen passiert mit dem gesamten Körper. Wir laufen barfuß über Flächen, liegen mit nackten Beinen auf dem Sofa, sitzen in Shorts auf Stühlen, lehnen uns an Möbel, Türen, Wände an. Je nach Körperteil nehmen wir Oberflächen auch unterschiedlich wahr.  Wenn Sie Möbel oder Stoffe auswählen, machen Sie sich zuvor bewusst, wie und womit sie diese berühren werden.
Materialien und ihre Oberfläche verbinden wir mit bestimmten Kennzeichen, die oft auch ein Gefühl beschreiben.

 

 

 

Ich habe einige Beispiele, die man weiter ergänzen kann:

  • transparentes Glas: Kühl, spiegelnd, festlich, glänzend,…
  • Edelstahl : samtig, kalt, blinkender Glanz, hart, dicht,…
  • Seide: raschelt, glatt, elegant, kühlt, zart,…
  • Marmor: glatt, opulent, kalt,…

Übrigens haben wir aufgrund unserer Erfahrungen eine bestimmte Erwartungshaltung gegenüber Materialien.

Viele dieser sinnlichen Erfahrungen machen wir in der Natur.

Ich bin der Meinung, dass wir unsere Sinne nicht allzu oft enttäuschen sollten, indem wir uns mit Materialien umgeben, die etwas vorgeben, was sie nicht sind – authentische, natürliche Materialien sind für mich essentiell.

Daher verwende ich in meine Projekten nur hochwertige Materialien welche im laufe der Zeit Patina entwicklen können dabei Langlebig bleiben ohne Cheap zu werden.

 

 

 

 

Es versteht sich fast von selbst das die Verwendung von hochwertigen Naturprodukten mit einem Handwerklichen können einher gehen muss und damit sich bei vermeintlich Optisch fast gleichen Produkten sich die Frage stellt unter welchen Bedingungen für Mensch und Umwelt das Möbel, der Stoff oder die Leuchte hergestellt wurde.

Bei Importware aus Fernost zum Beispiel sind die Standards meist nicht ganz klar zu ermessen. „In Bezugsstoffen können Bromate enthalten sein, in Kastenmöbeln Formaldehyd, Metalle sind schlecht verchromt und unter äußerst bedenklichen Arbeits -und  Umweltbedingungen hergestellt „, um ein paar typische Beispiele zu nennen.

Man sollte sich auf seinen gesunden Menschenverstand verlassen: „Wenn nebeneinander zwei schicke, einander sehr ähnliche,  Sofas stehen, die erheblich unterschiedliche Preise haben, ist das schon ein deutlicher Hinweis“, meinen wir und empfehlen sich vom Verkäufer gezielt nach CSR oder FSC-Zeichen zu fragen. In der Regel sind diese vermeintlich günstigen Produkte auch Handwerklich nicht überzeigend produziert was ebenso ein Zeichen für einen bedenklichen Produktionsprozess sein sollte.

 

 

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Andras Koos Interior Design Hamburg

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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