VOM EINZELNEN ENTWURF ZUM GANZHEITLICHEN DESIGN.

Möbel, Leuchten und Objekte aus den 1980er-Jahren zeigen den Beginn einer eigenständigen, konstruktiv geprägten Formensprache. Die Auswahl dokumentiert nicht nur einzelne Entwürfe, sondern die gestalterische Bandbreite dieser frühen Phase.

DIE 1980ER-JAHRE · FRÜHE ENTWÜRFE

Die frühen Arbeiten zeigen eine eigenständige, konstruktiv geprägte Formensprache. Möbel, Leuchten und Objekte wurden nicht als dekorative Einzelstücke verstanden, sondern als präzise gestaltete Bestandteile eines größeren räumlichen Zusammenhangs.

DIE 1990ER-JAHRE · AUFBRUCH UND INSZENIERUNG

In den 1990er-Jahren erweitert sich der Entwurf vom einzelnen Objekt zur räumlichen Inszenierung. Möbel, Spiegel, Teppiche und handwerklich veredelte Oberflächen treffen auf erste prägende Bar- und Restaurantprojekte. Historische Techniken und zeitgenössische Formensprache verbinden sich zu einer neuen, atmosphärischen Vorstellung von Interior Design.

BOLERO · VOM EINZELNEN LOKAL ZUM GASTRONOMIEKONZEPT

Anfang der 1990er-Jahre entstand mit Bolero ein Gastronomiekonzept, das die neue Lust an Farbe, Licht, Kommunikation und urbanem Nachtleben aufgriff. Aus dem ersten Standort entwickelte sich ein gestalterisches System aus Corporate Design, Raumkonzept, Signum, Möbeln, Leuchten und individuellen Details. Mit jeder weiteren Location wurde diese Grundidee neu interpretiert und an Architektur, Grundriss und Nutzung angepasst – als prägender Baustein für die Expansion von Gastro Consulting Hamburg.

MÖBEL, SPIEGEL UND TEPPICHE

Parallel zu den Gastronomiekonzepten entstanden Möbel, Spiegel und Teppiche, in denen sich die Experimentierfreude der 1990er-Jahre besonders deutlich zeigt. Klare Geometrien treffen auf kräftige Farben, ornamentale Motive und handwerkliche Techniken wie Blattgold und Kreidefassung. So erweitern sich die frühen Produktentwürfe um Materialität, Oberfläche und eine zunehmend atmosphärische Wirkung

FLORA NOVA · RETAIL UND INSZENIERUNG

Mit Flora Nova im Hamburger Hanseviertel entstand Mitte der 1990er-Jahre ein Ladenkonzept, das Pflanzen, Objekte und Präsentationsmöbel zu einer räumlichen Inszenierung verband. Beleuchtete Vitrinen, individuell entworfene Tische und gezielte Lichtakzente gaben der floralen Warenwelt einen architektonischen Rahmen und machten den Verkaufsraum selbst zum Teil des Markenerlebnisses. (Archivaufnahmen ca 1995)

DIE 1990ER-JAHRE · NEUE ORTE FÜR NACHTLEBEN UND STADTKULTUR

Mit dem Alsterpalais und Coffee & Co zeigt sich die Spannweite der gastronomischen Entwicklung der 1990er-Jahre. Das Alsterpalais entstand in einem ehemaligen Krematorium mit sakral anmutendem Kuppelsaal und griff damit eine internationale Strömung auf, historische und sakrale Gebäude als spektakuläre Orte des Nachtlebens neu zu interpretieren. Die vorhandene Monumentalität wurde nicht zur bloßen Kulisse, sondern zum Ausgangspunkt eines eigenständigen Bar- und Restaurantkonzepts. Coffee & Co entstand dagegen als kompaktes Coffee-Shop-Konzept für das Foyer des UCI-Kinos in Hamburg-Wandsbek – zu einer Zeit, als dieses Format Concept Café in Hamburg noch kaum etabliert war.

Alsterpalais

COFFEE & CO

DIE 2000ER-JAHRE · RUHE, REDUKTION UND RÄUMLICHE REIFE

Mit Beginn der 2000er-Jahre verändert sich das Lebensgefühl: Sicherheit, Beständigkeit und der Rückzug ins Private gewinnen an Bedeutung. Auch meine Arbeiten werden ruhiger, klarer und stärker reduziert. Ihre Wirkung entsteht zunehmend aus ausgewogenen Proportionen, fein abgestimmten Materialien, präziser Lichtführung und sorgfältig gesetzten Details.

WOHNEN ALS GESAMTENTWURF

WOHNEN AUF ZEIT

Boarding-House-Wohnung

KONZERT- UND VERANSTALTUNGSSAAL · STIFTUNG FELDTMANN

Der Saal der Stiftung steht exemplarisch für die gestalterische Entwicklung dieser Phase: ruhiger im Ausdruck, präziser in der Verbindung von Bestand und zeitgenössischen Eingriffen. In dem historischen Gebäude von 1895 wurden Stuckprofile und prägende Raumelemente teilweise rekonstruiert und mit moderner Lichtführung, Akustik, Belüftung und flexibler Möblierung zu einem selbstverständlichen Ganzen verbunden. So entstand ein repräsentativer Raum, der sowohl für Konzerte als auch für Konferenzen, Begegnungen und Veranstaltungen genutzt werden kann und seine Wirkung aus dem sorgfältigen Zusammenspiel von Geschichte, Technik und Atmosphäre entwickelt.

BIBLIOTHEK, ARCHIV UND ART-DÉCO-SAMMLUNG

Für das Zentrum für Wirtschaft und Kultur Feldtmann entstanden Räume für Bibliothek, Archiv und die Präsentation einer umfangreichen Mode- und Art-déco-Sammlung. Maßgefertigte Einbauten verbinden Aufbewahrung und Inszenierung: Eine zentrale, an die Formensprache der 1920er-Jahre angelehnte Vitrine sowie beleuchtete Präsentationsflächen wurden speziell für Taschen, Schmuck und weitere Sammlungsobjekte entwickelt. So entsteht ein räumlicher Dialog zwischen historischer Sammlung und zeitgenössischer Innenarchitektur.

DIE 2010ER-JAHRE - ÄUME WERDEN ZU GANZHEITLICHEN ENTWÜRFEN

In den 2010er-Jahren verdichtet sich der gestalterische Ansatz zunehmend zu einem ganzheitlichen Interior Design. Architektur, Licht, Materialien, Möbel und individuelle Einbauten werden nicht mehr als einzelne Elemente betrachtet, sondern von Beginn an als zusammenhängender Entwurf entwickelt. So entstehen Räume mit einer klaren Identität – präzise geplant, individuell gefertigt und dauerhaft auf ihre Nutzer abgestimmt.

APARTMENT BELLEVUE · TRANSPARENZ UND KLARE RAUMFOLGEN

Beim Apartment Bellevue wird die vorhandene Raumfolge durch schwarze Industrieglas-Elemente neu geordnet. Sie schaffen Transparenz und großzügige Sichtachsen, ohne auf klar definierte Bereiche zu verzichten. Dunkles Holz, weißer Marmor, Bronzeakzente und eine präzise Lichtführung verbinden die offene Struktur zu einem ruhigen, zusammenhängenden Interieur.

ALTBAUWOHNUNG WINTERHUDE · HISTORISCHE SUBSTANZ NEU INTERPRETIERT

Im Mittelpunkt der Neugestaltung steht der für Hamburger Gründerzeitwohnungen typische, langgestreckte Flur. Durch eine präzise Folge von Wandleuchten, Spiegeln und gegliederten Wandflächen wird seine starke Tiefenwirkung optisch verkürzt und in klar wahrnehmbare Abschnitte gegliedert. Erhöhte Türbekrönungen und Kapitelle greifen die historischen Proportionen auf und führen sie selbstverständlich weiter.

Aus der Sichtachse des Wohnbereichs entfaltet das Bibliotheksmöbel trotz seiner kräftigen Kranzprofile eine nahezu moderne Wirkung. Auch das Badezimmer übersetzt historische Materialien neu: Zementfliesen, wie sie in Gründerzeitbauten ursprünglich in Küchen und Windfängen eingesetzt wurden, bilden die markante Rückwand der Dusche. Nahezu rahmenlose Glasflächen treten bewusst zurück und lassen Material und Muster wirken.

So entsteht kein historisierendes Interieur, sondern eine präzise Weiterentwicklung der vorhandenen Substanz.

ARCHITEKTENHAUS BAD OLDESLOE · KLARHEIT IM BESTAND

Im Architektenhaus Bad Oldesloe entsteht die räumliche Wirkung aus wenigen, präzise gesetzten Eingriffen. Dunkle Einbauten, klare Wandflächen, individuell entwickelte Lichtlösungen und warme Holzböden ordnen den offenen Grundriss und verleihen dem vorhandenen Haus eine neue architektonische Ruhe. Möbel und Stauraum werden dabei nicht ergänzt, sondern als feste Bestandteile des Raumes entwickelt.

CHAPEAU · RETAILDESIGN ALS MARKENRAUM

Für den Concept Store Chapeau in der Hamburger HafenCity entstand ein Retailkonzept, das Raumgestaltung, Warenpräsentation und Markenauftritt zu einem gemeinsamen Ganzen verbindet. Dunkle Flächen bilden einen ruhigen Hintergrund für individuell entworfene Präsentationsmöbel in Messingoptik, integrierte Spiegel und eine präzise Lichtführung. So wird die Vielfalt der Produkte klar geordnet und zugleich atmosphärisch inszeniert.

DIE 2020ER-JAHRE · ERFAHRUNG, DIE WEITERDENKT

In den 2020er-Jahren verbindet sich die Erfahrung aus vier Jahrzehnten mit einem weiterhin offenen Blick auf neue Aufgaben. Bestehende Architektur wird präzise weiterentwickelt, technische Anforderungen selbstverständlich integriert und jedes Projekt aus seiner eigenen Nutzung, Geschichte und Atmosphäre heraus gedacht. So entstehen Räume, die ruhig und klar wirken, dabei aber immer individuell bleiben – als fortlaufende Entwicklung statt als festgelegter Stil.

MÜHLENKAMP · GROSSZÜGIGKEIT AUF KLEINEM RAUM

Auf knapp 90 Quadratmetern entstand ein Interieur, das nicht über Größe, sondern über Präzision und Atmosphäre wirkt. Maßgefertigte Einbauten, sorgfältig abgestimmte Materialien, Licht und Möblierung nutzen den vorhandenen Raum konsequent und schaffen zugleich Großzügigkeit. So wird die kompakte Stadtwohnung zu einem persönlichen Rückzugsort mit hoher gestalterischer Dichte –ein Beispiel dafür, wie auf begrenzter Fläche Großzügigkeit und individueller Komfort entstehen können.

STADTHAUS L, WENZELSTRASSE · GANZHEITLICHES DESIGN IM BESTAND

nnenarchitektur, Produkt- und Lichtdesign – Hamburg, 2021

APARTMENT H, STRANDWEG · KLARE KONTRASTE UND PRÄZISE RAUMFOLGEN

Im Apartment am Strandweg wird die vorhandene Raumstruktur durch präzise gesetzte Einbauten, klare Sichtachsen und eine konsequent entwickelte Materialwelt neu geordnet. Weiß lackierte Flächen, dunkle Hölzer, schwarze Stahl-Glas-Elemente und gezielt integriertes Licht verbinden Küche, Wohnbereich, Bad und Rückzugsräume zu einem ruhigen, zusammenhängenden Interior. Individuell entworfene Möbel und passgenaue Details verleihen der Wohnung eine klare architektonische Identität.

OBER- UND DACHGESCHOSS EINES STADTHAUSES AN DER ALSTER · KLASSISCHE SUBSTANZ, NEU INTERPRE

Für das Ober- und Dachgeschoss eines freistehenden Stadthauses in unmittelbarer Nähe zur Hamburger Alster entstand ein ganzheitliches Interior-Konzept. Die klassische Architektur des Bestands wird mit einer ruhigen, zeitgemäßen Gestaltung weiterentwickelt. Dunkle Hölzer, Naturstein, tiefblaue Wandflächen und warme Textilien bilden eine elegante Materialwelt. Individuell entworfene Einbauten, Möbel und Lichtlösungen verbinden die unterschiedlichen Räume zu einem zusammenhängenden Ensemble. Das Präsentationsvideo zeigt den Entwurfsstand des nicht realisierten Projekts.

MARIENTERRASSE
REVITALISIERUNG EINER STADTWOHNUNG

Die bestehende Wohnung wurde räumlich und gestalterisch grundlegend neu geordnet. Durch den Rückbau einer Wand entstand eine offene Verbindung zwischen Küche und Wohnbereich, die mehr Großzügigkeit, Licht und neue Blickbeziehungen schafft.

Ergänzt wurde der Umbau durch die Neugestaltung des Badezimmers, eine differenzierte Lichtplanung und ein durchgängiges Interior-Konzept. Materialien, Einbauten, Möblierung und Beleuchtung wurden dabei zu einem ruhigen, präzise abgestimmten Gesamtbild zusammengeführt.

Planung & Raumkonzept

Axonometrie und Entwurfsvisualisierungen zeigen die ganzheitliche Neuordnung der Wohnung sowie die Gestaltung von Wohnen, Schlafen und Arbeiten.

Axonometrie · Raumkonzept

Entwurfsvisualisierung · Schlafzimmer

Entwurfsvisualisierung · Wohnbereich

Entwurfsvisualisierung · Arbeitszimmer

Contact

IHR PROJEKT BEGINNT MIT EINEM GESPRÄCH

Jedes Projekt entsteht aus einer präzisen Auseinandersetzung mit Ort, Nutzung und Persönlichkeit. In einem ersten Gespräch klären wir die gestalterischen und funktionalen Anforderungen und entwickeln daraus eine individuelle Perspektive für Raum, Licht und Möbeldesign.

Private Wohnprojekte

Individuelle Wohnräume, die Architektur, Möbel, Licht und Material zu einer persönlichen und dauerhaften Umgebung verbinden.

Persönliche Beratung

Im ersten Gespräch klären wir Aufgabenstellung, Rahmenbedingungen und gestalterische Ziele – als Grundlage für die nächsten Planungsschritte.

Gewerbliche Innenarchitektur

Ganzheitliche Konzepte für Arbeitswelten, Hospitality und repräsentative Räume mit klarer Identität und hohem Wiedererkennungswert.

Telefon +49 40 3516 15

Studio Andras Koos AID

Contact
WordPress Cookie Hinweis von Real Cookie Banner